Costa Rica
Mein Ankommen in Costa Rica
Seit knapp einer Woche bin ich nun in Costa Rica – und viele von euch haben mir vorher liebevoll eine kraftvolle Zeit gewünscht und Weitere haben mich gefragt: Wo ist bist du gerade eigentlich? Wie geht es ihr? Und was erlebt sie so? & Beide haben bisher noch keine Rückmeldung von mir erhalten... oO. - Das möchte ich heute etwas nachholen :)
Die ersten Tage waren ehrlich gesagt recht turbulent. Ich nenne sie mal „typisch unbewusste Laura-Muster“, tief eingespeichert im Nervensystem.
Aber mein Umgang damit war diesmal bewusst, stabil und erwachsen. Ich habe gut auf meine inneren Anteile gehört, kleine Schritte gemacht – und das Nervensystem versorgt, so gut es eben ging.
Bisher war ich eher im gelb-roten Bereich unterwegs.
Und bevor ich mich mit vollem Herzen mit anderen verbinde, brauche ich immer erst einen Anker im grün-gelben Bereich. Vielleicht kennst du das. Daher melde ich mich erst heute mit ein bisschen Inhalt bei dir zurück :)
Einige von euch wissen es schon: Vor meiner Reise habe ich auf GoFundMe einen Spendenaufruf gestartet – und viele haben mich auf unterschiedlichste Weise unterstützt.
Digital. Mit Worten. Oder mit liebevollen Umschlägen im Briefkasten.
Danke dafür. ❤️
Die Reise beginnt … mit Hürden
Kurz vor Abflug zeigten sich neue, unbekannte Symptome – dennoch entschied ich mich, nach Costa Rica zu fliegen. In San José lief alles zunächst okay, auch wenn die erste Nacht eher… Basic war.
Am nächsten Tag ging es mit einer kleinen Propellermaschine weiter nach Nosara – zu meinem geplanten Aufenthalt in einem Surfer-Hostel. Doch mit der inneren Unruhe kamen auch körperliche Warnzeichen.
Ambulanz, Krankenhaus & Diagnose
Zwischen Kokosnüssen, Strand und neugierigen Affen landete ich in einer Ambulanz. Die Menschen dort waren freundlich – aber die Nachricht war weniger schön:
Nach einem Röntgenbild ging es spätabends per Ambulanz 4,5 Stunden weiter in ein größeres Krankenhaus.
Nach 36 Stunden ohne Schlaf bekam ich die Diagnose:
Nervenreizung im Sakralbereich mit Verdacht auf Rheuma. Danach wurde ich zurück nach Nosara geflogen.
Endlich: Dschungel, Retreat & Ankommen
Seit drei Tagen bin ich nun endlich an meinem eigentlichen Ziel angekommen: Im Dschungel, im Pachamama Retreat.
Ich werde hier für zwei Monate als Volunteer mitwirken.
Jeden Tag checken wir ein – ich mit mir, mit meinem Körper, mit dem, was gerade möglich ist.
Die Symptome sind trotz Medikamenten weiterhin präsent, aber ich will hier bleiben. Für jetzt. Für mich.
Ein Innerer Wandel
Vielleicht darf Freude wieder mehr Raum einnehmen – ohne dass sie die Tiefe verdrängt.
Vielleicht ist es möglich, leicht zu leben, ohne die Erdung zu verlieren.
Vielleicht gibt es einen Grund, warum ich gerade nicht bei den indigenen Heilern sitze – sondern hier.
Vielleicht darf ich lernen, kommerzielle Wege nicht automatisch abzulehnen – sondern wiederzufinden, was davon mir dient.
Vielleicht ist es Zeit, verbissene Träume loszulassen…
…und zu lernen, einfach nur zu genießen.
Natur, Tiere & kleine Wunder
Was ich bisher erlebt habe?
Affen, Nasenbären, Spinnen, Schlangen, Kröten, Leguane – und ja, eines dieser Tiere hat mir mein Essen geklaut. 😅
Magischer Moment mit den Schildkröten
Gestern Abend durfte ich etwas ganz Besonderes erleben:
Hunderte Meeresschildkröten kamen im Licht des Vollmonds an Land, um ihre Eier abzulegen.
Einmal im Monat geschieht dieses Naturschauspiel – und ich war mittendrin.
Ich habe gesehen, wie neues Leben entstanden ist… und wie kleine Schildkrötenbabys sich mutig auf den Weg ins Meer gemacht haben.
Ein ganzer Strand – voller Leben, Magie und Mondverbindung.
Ich glaube, ich habe mich ein bisschen mit ihnen verbunden gefühlt. 🐢🌕
Jetzt gerade…15.12.2025
Gerade sitze ich mit hochgelegten Beinen in meiner kleinen Casita, der Laptop auf dem Schoß – und lasse euch ein bisschen mitreisen.
Danke, dass ihr da seid. Danke, dass ihr mich tragt. Danke, dass ich nicht allein bin.
P.S. – Ja, Costa Rica ist teuer.
Nicht nur im Vergleich zu Lateinamerika – sondern auch zu Europa.
Meine Mandelmilch hat mich stolze 8 Dollar gekostet. Kein Witz.
Bis ganz bald…
Ich wünsche euch allen von Herzen frohe Weihnachten, einen sanften Rutsch ins neue Jahr – und
Happy Birthday an alle wundervollen Menschen, die in den nächsten Tagen Geburtstag feiern. 🎂
Ich denke an euch und bin zutiefst dankbar für jede einzelne Verbindung.
Falls ich mich aufgrund eines möglichen Silent Retreats nicht pünktlich melden sollte, wisst ihr:
Ihr seid in meinem Herzen. ❤️